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27 Februar 2018IDM

adventureX: Startschuss zu grenzüberschreitendem Geschäftsmodell-Wettbewerb gefallen

Eine Geschäftsidee zu haben, ist eines, sie erfolgreich umzusetzen, etwas ganz anderes. Um Start-up-Unternehmen in dieser heiklen Phase nicht allein zu lassen, haben die drei Länder Südtirol, Tirol und das Trentino mit adventureX einen Businessmodell-Wettbewerb ins Leben gerufen, der am 22. Februar im NOI Techpark in Bozen vorgestellt worden ist.

Für die Unternehmensgründung reicht eine gute Idee aus, zwischen Wohl und Wehe eines jungen Unternehmens entscheidet aber die Umsetzung und da gilt es, alles Notwendige im Blick zu behalten: Partner, Kunden, Ressourcen, Kosten, Umsatzprognosen, die Konkurrenz, den Markt und nicht zuletzt den steuerlichen und rechtlichen Rahmen. Mit alledem sind Unternehmensgründer, vor allem unerfahrene, oft überfordert. „Es ist deshalb wichtig, die Start-up-Unternehmer auf diese so entscheidende Phase vorzubereiten und sie stetig zu betreuen“, heißt es bei IDM Südtirol, das in Südtirol die Federführung im Projekt adventureX übernommen hat.

Innovative Ideen – konkrete Modelle – neue Unternehmen

Um jungen Unternehmen besser begleiten zu können, hat man in der Euregio, also gemeinsam mit dem Bundesland Tirol und dem Trentino, den Businessmodell-Wettbewerb adventureX erdacht, der Teil des im Interreg-Programm Italien-Österreich lancierten Projekts Startup.Euregio ist. Der Startschuss zum Wettbewerb fiel mit der Kick-off-Veranstaltung am 22. Februar im NOI Techpark in Bozen, bei der alle interessierten Jungunternehmer über Ablauf, Organisation und Termine von adventureX aufgeklärt wurden.

Das Interesse daran war groß, rund zwei Dutzend Interessierte hatten sich zum Kick-off eingefunden, mit rund 30 Bewerbungen rechnet man bei IDM Südtirol. „Es geht uns darum, aus neuen Ideen konkrete Modelle zu entwickeln, die zu Unternehmensgründungen führen“, erklärte Hubert Hofer, der Leiter des Development Department von IDM am Rande der Kick-off-Veranstaltung. Und Projektleiterin Petra Gratl ergänzte: „Oft geht es auch darum, den Mut zu finden, Ideen in Unternehmen zu verwandeln.“ Eingebunden in ein Netz von Unterstützern ist dieser Mut weit leichter aufzubringen.

Anmeldungen bis 15. März

Vorerst haben Unternehmer noch bis 15. März Zeit, sich zum Wettbewerb anzumelden und im Rahmen verschiedener Workshops an ihrem Businessmodell zu feilen. In intensiven Gesprächen mit Experten und potentiellen Kunden werden Stärken und Schwächen analysiert, mit wertvollen Tipps kann das Geschäftsmodell auf solide Beine gestellt werden. „Die große Stärke von adventureX ist das Coaching“, betont Hofer deshalb. „Wir bringen die potentiellen Unternehmer mit Experten aus ihrem jeweiligen Bereich zusammen, die ihnen als Sparringpartner dienen.“ Gemeinsam werde eruiert, ob die entwickelte Idee marktfähig sei, gemeinsam also auch eruiert, ob sich ein weiterer Einsatz lohne.

Preise im Wert von 30.000 Euro

Neben dem Coaching in drei Workshops mit Experten haben Privatpersonen mit einer Geschäftsidee, Start-ups und etablierte Unternehmen, die einen neuen Betriebszweig eröffnen wollen, die Chance, ihr Modell mit anderen innovativen Ideen und Unternehmen zu vergleichen und sich mit ihnen zu messen. Schließlich ist adventureX ein Wettbewerb, von dem zwar alle Teilnehmer dank intensiver Beratung profitieren, in dessen Rahmen aber auch die besten Geschäftsmodelle zunächst auf Landes- und danach auf Euregio-Ebene gekürt werden. Rund sieben Wochen lang können die Teilnehmer also an ihrem Businessmodell feilen, dessen Einreichung bis 7. Mai wiederum die Voraussetzung ist, um am 31. Mai am Südtirol-Finale teilzunehmen.

Bei diesem unter die ersten drei zu kommen, lohnt sich. So gewinnt das beste Businessmodell nicht nur eine Reise in einem der Start-up Hubs Europas, sondern auch das Recht, sich zwei Jahre lang im IDM-Gründerzentrum anzusiedeln. Dazu gibt’s Fortbildungsmöglichkeiten in Form der Teilnahme an der IECT Summer School on Entrepreneurship sowie eines Weiterbildungsgutscheins des WIFI. Die Tür zur Fortbildung wird auch den Geschäftsmodellen auf Platz zwei und drei geöffnet und auch sie werden für ein Jahr bzw. sechs Monate im IDM-Gründerzentrum angesiedelt.

Die drei Bestplatzierten im Südtirol-Finale schaffen zudem den Einzug ins Euregio-Finale, in dem sie sich mit den besten Modellen aus dem Trentino und dem Bundesland Tirol matchen. Das Euregio-Finale findet am 7. Juni in der Kulturbackstube in Innsbruck statt. Insgesamt werden im Rahmen von adventureX Preise im Wert von 30.000 Euro ausgeschüttet.

adventureX wird volljährig

Die diesjährige ist bereits die achte Auflage des Businessmodell-Wettbewerbs unter der Federführung von IDM Südtirol, zudem ist 2018 ein besonderes Jahr: adventureX wird volljährig. Der erste Wettbewerb – schon damals gemeinsam mit dem Bundesland Tirol auf den Weg gebracht – fand bereits im Jahr 2000 statt, schon diese erste Auflage erwies sich als Erfolgsmodell, das seither etliche Südtiroler Unternehmensgründer als Sprungbrett genutzt haben. So ist etwa der E-Bike-Hersteller LEAOS aus dem Wettbewerb hervorgegangen. LEAOS baut Urban-E-Bikes aus ultraleichtem Karbon, die mit Strom aus eingebauten Solarzellen angetrieben werden.

Wer demnach seiner Geschäftsidee den nötigen Schwung verleihen, vor allem aber eine solide Basis schaffen möchte, findet alle weiteren Informationen und Termine auf der Website von adventureX.