Talente

5 Oktober 2018IDM

Die Entscheidungsträger von morgen entdecken Südtirol

Das internationale Netzwerk „Young Leaders“ war kürzlich zu Gast im NOI Techpark. Für die heimischen Unternehmen entstanden so wichtige Kontakte, um weiter zu wachsen

Young Leaders“ ist ein internationales Netzwerk von Entscheidungsträgern und -trägerinnen von morgen. Die Mitglieder der Community sind zwischen 28 und 40 Jahre alt und weltweit in Politik, Wirtschaft und Forschung tätig. Sie arbeiten für Global Player wie Morgan Stanley, Google, Paypal oder Unicredit, aber auch für das US-Außenministerium und für große Regierungsparteien in Washington, Rom oder Berlin. Anlässlich der 34. Young Leaders Conference, die heuer im Trentino stattgefunden hat, waren 51 Vertreter des Netzwerkes zu Gast im NOI Techpark in Bozen. Ihr Interesse galt vor allem den Innovationen, die im Südtiroler Technologiepark entwickelt werden. Aus dem Treffen sollen neue Kooperationen hervorgehen, die die globale Ausrichtung vieler heimischer Betriebe fördern können.  

Young Leaders Conference zu Gast in Südtirol

Veranstalter der 34. Young Leaders Conference war der Rat für die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Italien (2017 hatte das Treffen in Boston stattgefunden). Das Thema der diesjährigen Konferenz war „Identität und Entwicklung: Vermögen oder Hindernis?“. Die vielversprechenden jungen Menschen, die unter Hunderten von Kandidaten ausgewählt worden waren, sind Manager, Gründer erfolgreicher Start-ups, Planer, Finanzexperten, Wissenschaftler sowie Vertreter nationaler und internationaler Medien und Institutionen aus Italien, den USA, China, Kolumbien, Frankreich, Deutschland, Japan, Indien, Israel, Libanon, Mazedonien, Großbritannien, Russland, Spanien, Tansania, Tunesien und der Türkei.

Eine hochkarätig besetzte Gruppe also, die im NOI Techpark von Experten wie Wolfram Sparber, dem Direktor des Instituts für erneuerbare Energien von Eurac Research, und von Alfredo De Massis, Professor der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Unibz, begrüßt wurde. Die Mitglieder des Netzwerkes „Young Leaders“ seien in Europa ebenso präsent wie in den USA oder in Asien, erklärte Dennis Redmont, Sprecher des italo-amerikanischen Rates. „Für uns ist es eine große Freude, eine Einrichtung wie den NOI Techpark zu besuchen, in der Innovation gemacht wird und wo man so viel Neues sehen und erfahren kann – von der Maschine, die Pizza herstellt, bis hin zu den Kompetenzen in Sachen nachhaltiger Energien. Mit dem NOI Techpark ist es dem Land Südtirol gelungen, mit Scharfsinn und Weitsichtigkeit ein gesamtes Areal neu auszurichten. Wir sind sehr überrascht.“

Foto: Helmut Moling

„Südtirol ist ein Modell für das gesamte Land“

Dennis Redmont kennt Italien gut. „Ich lebe seit 30 Jahren hier und habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen. Südtirol ist ein Modell für das gesamte Land. Es zeigt, dass tugendhafte Regionen sehr wohl einen Beitrag leisten können. Weltweit, aber auch in Italien, wissen nur die Wenigsten, was hier geleistet wird – auch wenn es Firmen wie die Schweitzer Group gibt, die für US-amerikanische Unternehmen arbeitet. Darüber hinaus wollen wir uns eure Mehrsprachigkeit genauer ansehen.“

Der Sprecher des bilateralen Verbandes glaubt an Netzwerke und an ihre Stärke. „Wir haben Landeshauptmann Arno Kompatscher getroffen, der Amerika kennt und sehr offen mit uns gesprochen hat. Außerdem hat der Rektor der Uni Bozen in Colorado studiert. Die Kontakte werden über Jahre dauern. Denn überall dort, wo unsere Mitglieder tätig sind, eröffnen sich neue Szenarien. So kann ich mir durchaus vorstellen, dass ein politischer Referent aus Kalifornien oder ein Wirtschaftsanwalt aus Boston in den USA über die Südtiroler Erkenntnisse in Forschung und Tourismus berichten werden.“

Den Standort Südtirol international vernetzen

Auch Sepp Walder von IDM Südtirol (er hat den hochkarätigen Besuch im NOI Techpark organisiert) ist von den positiven Nachwirkungen der Veranstaltung überzeugt. „Ziel des NOI ist es, den Standort international zu vernetzen und neue Möglichkeiten für Wirtschaft und Forschung zu schaffen. Unser Land ist für sein touristisches Angebot und seine agrarwirtschaftlichen Produkte bekannt. Aber unsere Aktivitäten in Nischensektoren – von der Notfallmedizin über erneuerbare Energien und Energieeffizienz bis hin zu einer nachhaltigen alpinen Mobilität – sind Bereiche, in denen Südtirol seine internationalen Beziehungen noch weiter stärken kann.“