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2 Mai 2018IDM

Neuer dualer Studiengang in Automation an der Uni Bozen

In Kollaboration mit dem Netzwerk Automotive Excellence Südtirol startet demnächst ein neuer Studienzweig im Bereich Industrie- und Maschineningenieurwesen

Berufserfahrung sammeln in weltweit agierenden Unternehmen der Automobilbranche und nebenbei noch sein Studium finanzieren? Mit dem dualen Studiengang in Automation an der Freien Universität Bozen ist dies nun möglich. Als neuer Studienzweig des Bachelors in Industrie- und Maschineningenieurwesenstartet das Programm im Wintersemester 2018/19 und eröffnet technikbegeisterten Studieninteressierten nun ganz neue Möglichkeiten: bereits während der Bewerbungsphase wählen die sechs Top-Unternehmen des Netzwerks Automotive Excellence Südtirol — Alupress, Autotest, Autotest Motorsport, GKN Driveline, GKN Sinter Metals und Intercable — Bewerber aus, die in den darauffolgenden vier Jahren die Möglichkeit erhalten, Studium und Arbeit im Unternehmen zu kombinieren. Insgesamt 15 Ausbildungsverträge werden dank dieser Kollaboration im Rahmen des dualen Studiums in Automation angeboten.

Für Andrea Gasparella – Leiter des Bachelors in Industrie- und Maschineningenieurwesen — liegen die Vorteile des neuen Studiengangs auf der Hand: „Er ermöglicht nicht nur, das Gelernte direkt in die Praxis umzusetzen, sondern auch schon ab dem ersten Studienjahr mit selbst verdientem Geld auf eigenen Beinen zu stehen. Job und Studium sind international ausgerichtet und dreisprachig (Deutsch, Italienisch, Englisch), es gibt eine persönliche Betreuung durch Tutoren und das Umfeld ist äußerst spannend: Heutige Technologieunternehmen stehen vor großen Veränderungen und bieten jungen Menschen, die selbst gestalten wollen, eine große Chance etwas zu bewegen.“

Südtirol, ein „Automotive-Hotspot“ mitten in den Alpen

Die Automobilbranche ist das beste Beispiel dafür: jedes dritte Auto, das weltweit die Fließbänder der Automobilproduzenten verlässt, fährt mit Technik aus Südtirol: Die Südtiroler Automobil-Zuliefer-Branche gehört zu den größten Arbeitgebern des Landes und die beteiligten Unternehmen operieren im Hochtechnologie-Bereich. So unterstreicht Klaus Mutschlechner, Präsident des Netzwerks Automotive Excellence Südtirol: „Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigen wir neben engagierten Fachkräften vor allem hochqualifizierte, gut ausgebildete Ingenieure, die Forschung und Innovation vorantreibenund neue 4.0 Produktionstechnologien beherrschen. Deshalb haben wir zusammen mit der Freien Universität Bozen den dualen Studienzweig Automation ausgearbeitet und unterstützen diesen, indem wir 15 Studienanwärtern garantierte Ausbildungsverträge anbieten.“ 

Das Netzwerk Automotive Excellence Südtirol ist eine Kooperation der führenden Zulieferer der internationalen Automotive Branche mit Standort in Südtirol. Ziel der Kooperation ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Mitglieder und die Zukunftssicherung des Automotive (Eco)Systems Südtirols. Die sechs Gründer Alupress, Autotest, Autotest Motorsport, GKN Driveline, GKN Sinter Metals und Intercable arbeiten für alle führenden Automobilhersteller weltweit. Hier einige Kennzahlen des Exzellenz-Netzwerks: 2.500 Beschäftigte  — 600 Mio. Euro Umsatz — über 80% Exportquote.

„Der Studienzweig Automation ist als duales Bachelorstudium konzipiert und beschäftigt sich mit den Grundlagen der Automation. Es ist somit für eine Vielzahl weiterer Technologieunternehmen über den Automotive Sektor hinaus interessant. Im Studienjahr 2018/19 vergeben wir insgesamt 25 Studienplätze und hoffen, das Interesse weiterer Südtiroler Unternehmen damit wecken zu können“ erklärt Angelika Peer, Professorin mit Schwerpunkt Regelungstechnik, Robotik und Automation an der Freien Universität Bozen.

Uni Bozen, gut vernetzt mit den Unternehmen des Standorts

International, dreisprachig und zentral gelegen in Europa. Die Freie Universität Bozen steht nicht nur weit oben in einigen der weltweit wichtigsten Hochschulrankings, sondern zieht darüber hinaus immer mehr Studenten aus dem In-und Ausland an. Im Studienjahr 2017-2018 erlebte die Bozner Uni einen richtigen Immatrikulations-Boom mit einem Anstieg der Neueinschreibungen von rund 39%. Zahlen, die zum einen auf die Attraktivität des Studienangebots hinweisen, zum anderen aber auch zeigen, dass die Hochschule eng mit den heimischen Unternehmen vernetzt ist und so konkrete Job-Perspektiven für die Zeit nach und während des Studiums bietet. Unter anderem wurde das bei der letzten Auflage des von der Uni Bozen organisierten Job Speed Datings deutlich: insgesamt 53 Südtiroler Spitzenunternehmen — die Zahl der teilnehmenden Unternehmen wächst von Jahr zu Jahr (2017 waren es noch 39)  — haben rund 150 Studenten die Möglichkeiten gegeben, sich in jeweils 8 Minuten für eine Vielzahl von qualifizierten Praktika- und Jobangeboten zu bewerben. Gleichzeitig hat sich in Südtirol ein richtiges “Ökosystem” rund um das Thema Automotive entwickelt, welches von IDM Südtirol koordiniert wird und dessen wichtigste Akteure sich demnächst in dem in Bruneck entstehenden Automotive- Technologiepark ansiedeln werden. Auch im NOI Techpark Bozen sind bereits wichtige Player des Sektors ansässig, wie beispielsweise das Forschungsinstitut Fraunhofer Italia mit seiner Abteilung für Automation & Mechatro­nic Engineering.

So kann man sich bewerben

Die Bewerbung für ein Studium an der Freien Universität Bozen ab dem kommenden Wintersemester ist noch bis zum 18. Juli2018 online auf www.unibz.it möglich. Um sich für das duale Studium in Automation zu bewerben, dürfen die Bewerber nicht älter als 28 Jahre sein und müssen über einen Maturaabschluss sowie gute Sprachkenntnisse verfügen (zwei Studiensprachen auf Niveau B2). Bewerber, die an den dualen Ausbildungsplätzen des Netzwerkes Automotive Excellence Südtirol interessiert sind, können ihre Bewerbung mit Motivationsschreiben und Lebenslauf an folgende Mailadresse senden:info@automotive-suedtirol.com. Interessierte Unternehmen finden weiterführende Informationen online oder können sich direkt mit dem Sekretariat der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik in Verbindung setzen.